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Unter Frauen: Vom Homosozialen zum Homoerotischen in der Antike

Unter Frauen: Vom Homosozialen zum Homoerotischen in der Antike


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Unter Frauen, herausgegeben von Dr. Nancy Sorkin Rabinowitz und Dr. Lisa Auanger, war eine der ersten umfassenden Studien über die Beziehungen zwischen Frauen in der Antike. Die Tiefe der Essays und die Breite der Thematik dieses Buches machen es sowohl für Klassiker als auch für Leser mit einem allgemeineren Interesse an Sozialgeschichte sehr empfehlenswert. 17 Jahre nach seiner ursprünglichen Veröffentlichung ist dieses Buch weiterhin eine unverzichtbare Lektüre über das soziale und sexuelle Leben von Frauen im antiken Mittelmeerraum.

Sexualität und Gender in der griechisch-römischen Antike haben in den letzten Jahren das Interesse von Historikern geweckt. Anders als in der modernen westlichen Gesellschaft war das Leben von Männern und Frauen sowohl in der öffentlichen als auch in der privaten griechischen und römischen Gesellschaft oft in verschiedene soziale Sphären unterteilt. Die jüngste Forschung hat gleichgeschlechtlichen Freundschaften und erotischen Beziehungen zwischen Männern in der griechisch-römischen Antike viel Aufmerksamkeit gewidmet. Die untergeordnete Rolle der Frauen im antiken Mittelmeerraum hat jedoch zu einem relativen Mangel an überlieferten Beweisen über das Privatleben von Frauen geführt.

Unter Frauen beleuchtet diese wenig erforschte Seite der Geschichte und erforscht die Beziehungen von Frauen in der Antike. Die Leser können erwarten, eine Vielzahl aufschlussreicher Essays zu finden, die die Beziehungen von Frauen zueinander in der Antike untersuchen. Wie der Titel vermuten lässt, Unter Frauen beschäftigt sich mit allem vom Sozialen bis zum Erotischen und behandelt jedes Thema mit Sorgfalt und wissenschaftlicher Integrität.

Nancy Sorkin Rabinowitz eröffnet das Buch mit einer Einführung, die die Schwierigkeit anspricht, unsere Vorstellungen von alten Gesellschaften auf der Grundlage spärlicher Beweise und moderner Vorurteile zu konstruieren. Die Einführung von Rabinowitz fasst die verschiedenen Standpunkte und Methoden zusammen, die die Diskussion über Sexualität und Geschlechtergeschichte dominieren, einschließlich so unterschiedlicher Bereiche wie Klassik, feministische Theorie und LGBT-Studien. Rabinowitz’ unparteiische und rigorose Herangehensweise an die verschiedenen sich überschneidenden Felder ist notwendig, um die Leser in die Methodik und Geschichtsschreibung einzuarbeiten, die die folgenden Essays umrahmt.

Zehn Essays verschiedener Autoren kombinieren Archäologie, Literaturanalyse und Kunstgeschichte, um uralte Vorstellungen davon zu entdecken, wie Frauen lebten und liebten. Die Aufsätze reichen zeitlich und örtlich vom minoischen Griechenland bis zum Ägypten des 5. Die Thematik ist ebenso spannend wie vielfältig, und insgesamt leisten die Autoren eine hervorragende Arbeit mit vielen verschiedenen Arten von Beweisen.

Among Women beschäftigt sich mit allem, vom Sozialen bis zum Erotischen und behandelt jedes Thema mit Sorgfalt und wissenschaftlicher Integrität.

Unter FrauenDie Mitwirkenden untersuchen Material, das von der römischen Mythologie über Fresken aus der Bronzezeit bis hin zu spätantiken Briefen reicht. Während einige Aufsätze stärker hervortreten als andere, leistet jeder Beitrag einen sinnvollen Beitrag zum Ganzen. Das Buch macht das Beste aus den Beweisen jedes Essays, indem es den Lesern eine Vielzahl von unterstützenden Fotografien und Illustrationen präsentiert.

Der vielleicht größte Fehler des Buches ist, dass die Leser nach mehr suchen. Unter Frauen versucht nicht, ein umfassendes Bild der zwischenmenschlichen Beziehungen von Frauen in der griechisch-römischen Antike zu erstellen. Stattdessen präsentiert es den Lesern Analysen des leider unvollständigen Korpus der überlebenden Beweise. So umfangreich die Thematik auch ist, so bietet das Buch dem Leser kaum mehr als Momentaufnahmen sehr komplexer und zum Teil noch wenig verstandener Kulturen.

Insgesamt macht der wissenschaftliche Wert dieses Buches es zu einer willkommenen Ergänzung im Bücherregal des antiken Historikers und zu einer lohnenswerten Einführung in eine erbärmlich wenig erforschte Facette der Geschichte.

Über den Rezensenten

Arienne King ist Studentin und freiberufliche Autorin mit einer Leidenschaft für Geschichte, Archäologie und digitale Medien. Sie betreibt den Blog Muses & Mayhem und ist Medienredakteurin für unsere Site.


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